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Jugendserie in Apolda - Berichte


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Bericht zur 6. Apoldaer Jugendserie

Schachschule Krug hat ein Maskottchen: Krugodil

Zum Beginn der Jugendserie gab es so viel Applaus, wie eigentlich sonst nur zur Siegerehrung. Ich hatte gerade alle 53 Teilnehmer, die Eltern, Betreuer und mein Team begrüßt, als mir das Wort "entzogen" wurde. Ich war ganz verdutzt, aber da es Holger Kroh aus meiem Elternteam war dachte ich so "Kann ja nichts schlimmes sein". Dann kam die große Überraschung. Nach einigen Dankesworten für die 4 Jahre Schachschule im Namen aller Eltern kam ein riesen goßes "Krugodil" durch den Turniersaal direkt auf mich zu. Da alle Beteiligten absolut dicht gehalten hatten, war ich natürlich total überrascht.

Jetzt hat die Schachschule auch ein Maskottchen. Es ist natürlich, wie jedes Neugeborene; dass allerschönste Maskottchen auf der ganzen Welt.

Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke!
Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke!

Ich möchte mich ganz herzlich für diese wunderschöne Idee und die sehr gelungene Präsentation bei meinem Elternteam bedanken. Nach dem ich die Fassung wieder gewonnen hatte, konnte das Turnier mit etwas Verspätung beginnen. Noch vor dem Mittag hatten wir die verbummelte Zeit wieder reingeholt. Viele Kinder haben gleich am Turniertag ein kleines Exemplar vom Krugodil von ihren Eltern geschenkt bekommen.

Jetzt mal zum Schachlichen:
In der U8 war Pascal Liebeskind (ohne seinen Dauerrivalen Nick Henzgen) mit der Vorgabe gestartet, das Turnier auf dem Treppchen zu beenden. Nach einem Anpfiff nach der ersten Runde (setzt seinen Gegner nicht Matt sondern Patt) ist er erst mal bis zur 5. Runde der Spitze hinterhergerannt. In der clubinternen Partie gegen Spitzenreiter Felix Stolz (beide 4,5 Punkte) zeigte er sein wahres Können und gewann sehr sicher. Damit holte er sich die Führung und gab nur noch in der letzten Runde (mit einem Punkt Vorsprung) gegen Clubkamerad Jan-Lukas Wiens ein Remis ab. Felix Stolz startete wie die Feuerwehr (3 aus 3) und wurde nur in Runde 4 von Lycian Kubelt (MTV 1876 Saalfeld) in ein Dauerschach gezwungen. Dann kam Pascal (siehe oben) und die nächsten Gegner in R. 6+7 wurden wieder weggeputzt. Da Felix erst seit einem Jahr Schach spielt, können wir sicher noch große Dinge von ihm erwarten. Auf Rang drei landete Arian Rajchel. Er verlor nur gegen Pascal und Lycian und war ständig in der Spitze zu finden.

In der U9 zeigte Naomi Meier mit ihrer ruhigen Spielweise allen Jungen (die meistens zu schnell spielen), wie man ein Turnier gewinnt. Nur einmal hat Sie nicht richtig hin geschaut und der Damenverlust war nicht mehr abzuwenden. Genau wie die Tabelle es zeigt, war das Feld leistungsmäßig zweigeteilt. Paul Seinsoth vom ESK lag nach seiner Niederlage in Runde1 gegen Naomi ab der 5. Runde in Führung und musste sich nur knapp (schlechtere Wertung) geschlagen geben. Genauso knapp ging es zwischen Justin Kritz TSG Apolda und Patrick Gräf (MTV 1876 Saalfeld) im Kampf um Platz 3 zu.

Die U10 brachte die größte Sensation. Nachdem fast alle Thüringer Top Spieler in der U8 +U9 nicht angereist waren, brauchte ich unseren U8 King Nick Henzgen nicht lange zu überreden. Ja ich spiele in der U10 sagte er nach einem fragenden Blick zu seiner Mutti. Hochkonzentriert gewann er eine Partie nach der anderen sehr sicher und hatte zwischenzeitlich 7 aus 7. Der eigentliche Favorit, Daniel Finke von Empor Erfurt, war der einzige der mithalten konnte. So kam es in Runde 9 zum Spitzenspiel zwischen Nick und Daniel. Der Italiener endete trotz scharfer Variante recht früh (ca. 20 Züge) remis. Ich glaube, der Respekt vor einander war der heimliche Sieger. Christian Kroh und Tim Henry Würzburg zeigten gute Leistungen. Amelie Günther (Vimaria Weimar) hatte nach einem starken Start (3 aus 3) nicht genügend Kraft um mit der Spitze mitzuhalten.

Die U12 und U14 spielten jeweils in separaten Räumen und hatten für ihre Partien viel Ruhe.

In der U12 war das Feld leistungsmäßig in zwei Gruppen geteilt. Von den ersten 5 konnte jeder jeden schlagen. So kam es in der letzten Runde auch dazu, dass der bis dahin führende Philipp Wolf (Empor Erfurt) seine Partie gegen Julian Markert (MTV 1876 Saalfeld) verlor und gleich bis Rang 4 zurück viel. Ein kleiner Trost war, dass seine Clubkameradin Theresa Schulz so das Turnier gewann. Sie spielte sehr sicher und verlor nur einmal gegen Philipp. Der einzige Spieler ohne Niederlage war der erst 8 jährige Momchil Kosev vom ESK Erfurt. Florian Bodling von der TSG Apolda sicherte sich mit einem starken Endspurt (3,5 aus 4) bei seiner 7. Jugendserie den 3.Platz.

Die U14 wurde erwartungsgemäß vom Kaderspieler und Favoriten Markus Kania (MTV 1876 Saalfeld) gewonnen. Er und Luca Carnot (TSG Apolda) lieferten sich in Runde 2 auch gleich das vorentscheidende Duell um Platz 1. Luca spielte mit schwarz zu aggressiv und wurde schön ausgekontert.

Nicht vergessen möchte ich auch, mich bei der Evangelischen Kirchgemeinde Apolda zu bedanken. Das Gemeindehaus hat uns optimale Spielbedingungen geboten.

Klaus-Peter Krug