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Jugendserie in Herzberg - Berichte


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Kinder und Jugendliche messen sich beim Spiel der Könige

Niedersächsischer Schachverband veranstaltete Turnier im EMAG

Herzberg. Das Schachspiel ist unbestritten die Königsdisziplin bei den Strategiespielen. Schon in der Antike war das Schachspiel bekannt und den Herrschern und dem Adel vorbehalten. Ziel des auch heute noch beliebten Spieles ist das Mattsetzen des gegnerischen Königs. Dabei ist weniger Brachialgewalt als das Bilden von Denkketten gefragt. Könner nutzen unter anderem Tricks wie das Grundreihenmatt und den Zugzwang, um den Gegner in eine Position zu bringen, aus der es kein Entrinnen mehr gibt. Um Kinder und Jugendliche für das königliche Spiel zu begeistern, richtet der Niedersächsische Schachverband seit dem Jahr 2000 Turniere der „Jugendserie“ aus. Im Jahr 2015 hatte sich das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium (EMAG) erstmalig für die Organisation eines Turnieres beworben und ein Turnier durchgeführt. Auch in diesem Jahr hatte sich das Gymnasium, das auch eine Schach-AG unter der Leitung des Mathematik- und Physiklehrers Dr. Carsten Herting betreibt, wieder beworben. Am vergangenen Samstag „rauchten“ dann die Köpfe der unter 8 bis unter 16jährigen Schachfans in der Mensa der Schule. Während Dr. Herting sich um die Rahmenorganisation und die schulischen Belange kümmerte, übernahmen Claudia Markgraf, geschäftsführendes Mitglied des Niedersächsischen Schachverbandes und Mitglied des Schachvereins Osterode Südharz und der Mit-Erfinder der „Jugendserie“, Benjamin Lönhardt, die Leitung des Turniers. Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Brigitte Götz setzten sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der vorbereiteten „gläsernen Mensa“ zusammen und spielten teilweise schon sehr ansehnliches Schach. Für sie waren 7 Partien zu jeweils 20 Minuten pro Spieler angesagt. Nach den ersten ausgelosten Partien ging es dann weiter in dem Modus Gewinner gegen Gewinner und Verlierer gegen Verlierer. Auch mit dem Einsatz der Schachuhren machten viele zum ersten Mal Turniererfahrungen. Schachbegeisterte Eltern und Begleiter nutzten die Wartezeit mit einem Schachspiel bei einem „Veteranenturnier“ in einem anderen Raum des Gymnasiums. „Für unsere Schule ist das Turnier ein kulturelles Angebot, das wir unseren Schülerinnen und Schülern gerne anbieten“, so Dr. Herting. Er freue sich besonders über den kontinuierlichen Anstieg der Teilnehmer – und damit die Steigerung des Interesses an einer solchen Veranstaltung im EMAG - im Vergleich seit 2015. Waren bei dem 1.vom EMAG ausgerichteten Turnier 26 Teilnehmer/innen, fühlten sich diesmal schon 68 junge Schachspieler/innen im freundlichen Ambiente des EMAG und bei der guten Betreuung wohl. Für die Altersgruppen U8, U10, U12, U14 und U16 wurden die jeweils ersten Drei mit Pokalen geehrt. Er habe schon 2 Spiele gewonnen, eins davon durch Aufgabe des Gegners, erzählte ein ganz junger Schachspieler seinem Mathelehrer Dr. Herting mit stolzgeschwellter Brust. Schach spielen bietet auch für Kinder und Jugendliche viele positive Aspekte. Dazu gehören unter anderem kritisches Denken, das Erkennen von Vor- und Nachteilen, das Einstehen für eigene Entscheidungen, nichts dem Zufall zu überlassen und das Lernen, Denkketten mit mehreren Denkschritten im Kopf zu bilden. Hier sei auch angewandte Psychologie im Gegensatz zu einem Spiel gegen einen Computer gefordert. Aber auch Spaß sollte beim personalisierten Schach als Sport für das Denkvermögen nicht zu kurz kommen, so Dr. Herting. Für die Stärkung zwischen den Partien boten Schüler/innen des Jahrgangs 11 leckeren Kuchen, Snacks und Getränke an. bei.

Paul Beier, Harzkurier