[Zurück]  

Jugendserie in Lehrte - Berichte


PDF-Icon

Die Lehrter Jugendserie Generalprobe zum Open?

Es ist Samstag, kurz vor 9 Uhr. Über hundert Kinder und Jugendliche pilgern freiwillig in die Schule. Genauer gesagt in die IGS Lehrte. Am Wochenende. Warum das alles?

Ein Blick auf den Kalender bringt Licht ins Dunkel. Zwar ist das erste Septemberwochenende in diesem Jahr relativ spät dran, doch wird wohl eher Lehrte eine Küstenstadt als dass wir mal ein erstes Septemberwochenende ohne Jugendserie und Lehrter Open erleben. Das attraktive Format mit sieben Runden Schnellschach in den verschiedenen Altersklassen U7, U8, U9, U10, U11, U12, U14 und U16 lockte wie in den letzten Jahren wieder eine Menge Schachbegeisterte an. Der Wille, zu lernen, war es also doch nicht.

Die Atmosphäre passte: Ein großer Raum mit vielen spannenden Partien, die man verfolgen konnte, bot für alle Altersklassen ab der U10 eine tolle Turnierstimmung, während die U7 bis U9 in ihren eigenen Räumen eine ruhigere Atmosphäre genießen durften.

Wie sicher bekannt ist, zieht man in der U7 bis U9 das schnelle und kompromisslose Angreifen und Mattsetzen den lang angelegten strategischen Kämpfen, wie man sie in höheren Altersklassen finden konnte, in der Regel vor. Entsprechend früher endeten dort die Partien. Noch bevor wir im Hauptspielsaal also die letzte Runde anpfeifen konnten, waren einige der jüngeren Mitstreiter bereits mit Pokalen und Urkunden fröhlich auf dem Heimweg. Die frisch zu erbeutenden Trophäen gingen in diesem Jahr an:

Georg Filbert gefolgt von Yana Amrhein und Paul Scherneck in der U7
Jakob Goldschmidt gefolgt von Nicolas Kohrt und Constantin von Mettenheim in der U8
Quentin Ahlers gefolgt von Matin Motevasseli und Jian Grüning in der U9

Dafür konnten sich die älteren Strategen dann auf Waffeln stürzen, die unser Küchenteam ebenso wie Würstchen und die berüchtigten Mettbrötchen hervorragenderweise zubereitet hatte. Doch nach 6 Stunden hatten auch die Spieler der Königsdisziplinen genug. Wenn nicht, können sie morgen beim Lehrter Open Entzugserscheinungen vorbeugen. Auch aus dem älteren Teilnehmerfeld statteten sich natürlich auch einige Teilnehmer mit Pokalen aus. Die teilweise wirklich engen Kämpfe konnten am Ende am besten geführt werden von

Sebastian Haubold, der vor seinem Bruder Christian Haubold die U10 gewann
Sreyas Payyappat erwähnenswert ist hier definitiv seine DWZ von 2020 der vor Jannik Kieselbach und Maciej Drozd die U11 gewann.
Robert Prieb, dem es gelang, vor Dennis Amrhein und Marvin Kieselbach die U12 zu gewinnen
Leon Niemann, der vor Luis Stein und Vincent Chrubasik die U14 gewann. Die U14 wurde mit der U16 zusammengelegt, doch auch in der Gesamtwertung beider Altersklassen ist Leon erstplatziert.
Robert Elsner, der die kleine U16-Gruppe vor Maya Bothe gewann

Nachdem wir die Startschwierigkeiten beim Auslosen überwunden hatten (jeder, der mal unter Zeitdruck acht Altersklassen am Stück auslosen musste, weiß, wovon ich rede) haben wir ein Teilnehmerfeld erleben dürfen, das es im Laufe des Tages immer besser geschafft hat, für die ausreichende Ruhe während der Runden zu sorgen und damit auch allen länger Spielenden die Möglichkeit gelassen hat, ihre Aufmerksamkeit der Partie zu widmen. Weil man das ja, wie ich gelernt habe, immer noch erwähnen soll, bleibt noch zu sagen, dass hat es auch dieses mal wieder keinen Protestfall gegeben hat. Wer auch im nächsten Jahr den Artikel wieder lesen möchte, kann dort ja mal darauf achten, ob ich mir das bis dahin abgewöhnt habe.

Nun stehen wir kurz vor den Lehrter Stadtmeisterschaften und der Pokal, den im letzten Jahr Lara Schulze gewonnen hat, wird ihr morgen streitig gemacht. Egal ob man einfach nur live dabei sein möchte, wenn sich das entscheidet oder ob man sogar einer dieser Spieler sein möchte, die ihn ihr streitig machen: Morgen zu kommen wäre dafür bestimmt sehr empfehlenswert. Also nicht vergessen, den Wecker zu stellen und sich bis 9.30 anzumelden!

Tobias Brockmeyer